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Kurz gesagt: Eine Stelle arbeitet mit DATEV Unternehmen online über ein eigenes Dienstkonto, das nur die Rechte ihres Vorgangs hat. In Frage kommen vor allem Rechnungseingang und Mahnwesen; Zahlungsläufe stößt keine Stelle an. Die Verarbeitung läuft als Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Verantwortlicher ist, wer die Stelle für seinen Vorgang einsetzt; bei Mandantendaten ist das nach § 11 Abs. 2 StBerG die Kanzlei.
Wer im Mittelstand nach KI für die Buchhaltung sucht, landet schnell bei DATEV, weil dort Belege und offene Posten liegen. Eine Stelle arbeitet in DATEV Unternehmen online wie eine Kollegin mit eigenem Zugang: Sie sieht, was ihr Vorgang braucht, und schreibt nur dort, wo ihre Akte es vorsieht.
Anbindung
Die technische Seite steht auf der Systemseite DATEV: das eigene Dienstkonto, die Datenarten, der Verarbeitungsort und was sich ändert, wenn der Kontenrahmen wechselt. Diese Seite wiederholt das nicht. Sie beantwortet die Fragen davor und danach: welcher Vorgang sich eignet, welche Rechte die Stelle dafür bekommt und wer datenschutzrechtlich wofür einsteht.
Ein Grundsatz trägt alles Weitere. Das Dienstkonto einer Stelle ist auf ihren Vorgang zugeschnitten, und der Connector gibt nur die freigegebenen Felder weiter. Es ist nicht das Konto einer Sachbearbeiterin mit allem, was diese über die Jahre an Rechten gesammelt hat.
Welche Vorgänge in Frage kommen
In Frage kommen Vorgänge, die täglich in gleicher Form anfallen und in DATEV einen klaren Anfang haben: ein neuer Beleg, ein überfälliger Posten.
| Vorgang | Stelle | Was sie mit DATEV tut | Wo sie vorlegt |
|---|---|---|---|
| Rechnungseingang, Kreditorenseite | Jonas (AI), AM-001 | holt Belege aus DATEV Unternehmen online, kontiert nach dem Kontenrahmen vor | Abweichung zur Bestellung über dem Schwellenwert, fehlender Stammdatensatz, unvollständige Pflichtangaben, Gutschriften und Stornos |
| Mahnwesen, Debitorenseite | Lena (AI), AM-009 | zieht täglich die offenen Posten aus DATEV, mit Leserecht | offene Reklamation, Ratenvereinbarung oder Stundung, Mahnstufe 3 |
| Stammdatenpflege | Hanna (AI), AM-008 | laut Akte keine Anbindung an DATEV; sie arbeitet in CRM und ERP | Bankverbindungen, Dubletten mit offenen Posten, Löschung |
| Lohn und Personal | keine Stelle | der Connector gibt diese Daten für Rechnungseingang und Mahnwesen nicht weiter, technisch ausgeschlossen | entfällt |
| Zahlungsverkehr | keine Stelle | entfällt | entfällt |
Hanna (AI) steht in der Tabelle, weil ihr Vorgang den beiden anderen zuarbeitet. Sie findet Dubletten über Firmierung, Anschrift, USt-IdNr. und Bankverbindung und prüft die USt-IdNr. über das Bestätigungsverfahren beim BZSt. Damit werden die Lieferantensätze sauberer, auf die sich Jonas (AI) beim Abgleich stützt. Führt ein Haus seine Stammdaten in DATEV statt im ERP, gehört diese Anbindung erst in ihre Akte, bevor sie dort arbeitet.
Wie die beiden DATEV-Vorgänge im Einzelnen laufen, zeigen Rechnungseingang automatisieren und Mahnwesen automatisieren.
Rechte und Grenzen
Die Rechte folgen dem Vorgang. Die Tabelle stellt nebeneinander, was die drei Akten dazu sagen:
| Stelle | Lesen | Schreiben | Ausgeschlossen |
|---|---|---|---|
| Jonas (AI) | Belege aus Postfach, DATEV Unternehmen online und sFTP; Bestellung und Wareneingang | Vorkontierung | Personal- und Lohnsysteme, technisch; Belege mit Gesundheitsangabe legt er vor; Zahlungen |
| Lena (AI) | offene Posten in DATEV, Zahlungseingänge im ERP | Entwürfe für Erinnerung und erste Mahnung | Personal- und Lohndaten, Auskunfteien; Zahlungsverkehr und Freigabe |
| Hanna (AI) | Kunden- und Lieferantensätze in CRM und ERP | nur Adress- und Kontaktfelder | Personal-, Lohn- und Umsatzdaten je Mitarbeiter |
Eine Grenze gilt für alle drei: Geld bewegt keine der Stellen. Jonas (AI) bucht vor und ein Mensch gibt frei, bei Lena (AI) liegt der Zahlungsverkehr außerhalb des Zugriffs. Und Hanna (AI) löscht nichts: Sie meldet Löschvorschläge, gelöscht wird von einem Menschen.
Jede Handlung wird dokumentiert. Bei Hanna (AI) steht jede Änderung mit altem Wert, neuem Wert und Uhrzeit im Protokoll und ist rücknehmbar; bei Lena (AI) jeder Mahnlauf mit Posten, Stufe und Uhrzeit. Protokoll, Klärungsliste und Kanal halten dabei auch fest, was Beschäftigte getan haben. Deshalb nennen alle drei Akten § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG: bei Jonas (AI) als in der Regel mitbestimmungspflichtig, bei Lena (AI) als zu prüfen, bei Hanna (AI) als gegeben. Auswertungen über Menschen gibt es bei uns nur auf Rollenebene. Vor dem Start mit echten Daten wird Ihre Arbeitnehmervertretung beteiligt; eine Vorlage für die Betriebsvereinbarung liefern wir mit.
Kanzlei oder Unternehmen: wer ist Verantwortlicher
Verantwortlicher nach Art. 4 Nr. 7 DSGVO ist, wer über Zwecke und Mittel der Verarbeitung entscheidet. Bei einer Stelle ist das in der Regel, wer sie für seinen Vorgang einsetzt. Wir stellen die Stelle bereit und betreuen sie technisch, als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO, mit Vertrag und TOM-Anlage in der Akte.
Bei DATEV kommt eine Besonderheit hinzu: Unternehmen und Steuerberatungskanzlei können in denselben Daten arbeiten. § 11 Abs. 2 StBerG ordnet die Rolle der Kanzlei ausdrücklich zu. Steuerberater verarbeiten personenbezogene Daten unter Beachtung ihrer Berufspflichten weisungsfrei und sind bei der Verarbeitung sämtlicher personenbezogener Daten ihrer Mandanten Verantwortliche nach Art. 4 Nr. 7 DSGVO.
| Lage | Verantwortlicher für die Stelle | Was zusätzlich gilt |
|---|---|---|
| Unternehmen führt die eigene Buchhaltung in DATEV Unternehmen online und setzt die Stelle ein | das Unternehmen | Zugriff der Stelle nur auf den Datenbestand des Unternehmens |
| Kanzlei setzt die Stelle für die eigene Buchhaltung ein | die Kanzlei, wie jedes Unternehmen | kein Zugriff auf Mandantenmandate |
| Kanzlei setzt die Stelle für Vorgänge mit Mandantendaten ein | die Kanzlei, nach § 11 Abs. 2 StBerG | Berufsgeheimnis: § 62a StBerG für Dienstleister, § 203 StGB; Mandantendaten gelten bei uns als sensibel |
| Unternehmen setzt die Stelle ein, die Kanzlei arbeitet im selben Datenbestand | das Unternehmen für die Stelle; die Kanzlei bleibt für ihre eigene Verarbeitung verantwortlich | Rechte der Stelle so schneiden, dass sie nicht in die Arbeit der Kanzlei eingreift |
Welche Rolle DATEV selbst in dieser Kette hat, ergibt sich aus dem Vertrag zwischen Ihnen oder Ihrer Kanzlei und DATEV. Der Vertrag zur Auftragsverarbeitung regelt nur das Verhältnis zwischen dem Verantwortlichen und uns.
Setzt eine Kanzlei eine Stelle für Mandantendaten ein, reicht der Vertrag nach Art. 28 DSGVO nicht aus. Das Berufsrecht verlangt zusätzlich einen Vertrag in Textform mit Verpflichtung zur Verschwiegenheit; bei uns ist sie nach § 62a StBerG und § 203 StGB Teil des Vertrags. Die Einzelheiten stehen unter KI und Schweigepflicht. Welche Stellen zur Kanzlei passen, zeigt Steuerberatung.
So sieht es als Stelle aus
Zwei Akten zeigen die Arbeit mit DATEV an einem Arbeitstag.
So sieht ein Arbeitstag aus, nach der Akte AM-009, Lena (AI):
- 09:05 Lena (AI) legt 71 Entwürfe ab. Rechnungsnummer, Fälligkeit und Betrag zieht sie aus DATEV.
- 11:45 Lena (AI) übergibt keinen Vorgang an ein Inkasso und beantragt keinen Mahnbescheid. Das entscheidet die Buchhaltungsleitung.
So sieht ein Arbeitstag aus, nach der Akte AM-001, Jonas (AI):
- 08:31 Nachtrag freigegeben. Bestellbezug korrigiert, vorkontiert auf 3400, Nachtrag angehängt.
- 10:15 Jonas (AI) stößt keinen Zahlungslauf an. Die Zahlung gibt ein Mensch im Buchhaltungssystem frei.
Für beide Stellen gilt derselbe Grundsatz zur Datenhaltung. Ihre Inhalte liegen in Deutschland: in unserer Cloud oder bei Ihnen im Haus. Zur Bearbeitung gehen sie zusätzlich an den KI-Anbieter, sensible Daten nur an einen Endpunkt in der EU, der nichts speichert. Laufen die Hinweise über Slack, steht der US-Bezug im Kanal-Register. Ihre Eingaben werden nicht für das Training von Modellen verwendet. Ob ein eigener Vorgang zu einer Stelle passt, zeigt der Stellen-Finder.
Häufige Fragen
Arbeitet die Stelle mit dem DATEV-Zugang einer Sachbearbeiterin?
Nein. Sie bekommt ein eigenes Dienstkonto mit den Rechten, die ihr Vorgang braucht. So bleibt im Protokoll zuordenbar, was die Stelle getan hat, und ihre Rechte hängen nicht an einer Person.
Kann eine Stelle in DATEV Zahlungen auslösen?
Nein. Jonas (AI) kontiert vor und legt zur Freigabe auf der Karte vor, einen Zahlungslauf stößt er nie an. Bei Lena (AI) liegen Zahlungsverkehr und Freigabe außerhalb ihres Zugriffs; sie hat Leserecht auf die offenen Posten.
Wer ist Verantwortlicher, wenn die Kanzlei eine Stelle einsetzt?
Die Kanzlei. Für ihre eigene Buchhaltung ist sie es wie jedes Unternehmen. Verarbeitet eine Stelle Daten von Mandanten, gilt § 11 Abs. 2 StBerG: Steuerberater verarbeiten diese Daten weisungsfrei und sind für sämtliche personenbezogenen Daten ihrer Mandanten Verantwortliche nach Art. 4 Nr. 7 DSGVO. Wir sind in beiden Fällen Auftragsverarbeiter; Mandantendaten verarbeiten wir in der Datenklasse „sensibel“.
Arbeitet die Stammdatenpflege auch in DATEV?
Laut Akte arbeitet Hanna (AI) in CRM und ERP, DATEV steht dort nicht. Führt ein Haus seine Stammdaten in DATEV, gehört diese Anbindung erst in ihre Akte, bevor sie dort arbeitet.